Stereo optischer Lowcost Kompressor

Stereo Lowcost Opto Compressor front
Stereo Lowcost Opto Compressor Vorderseite

Man liest immer wieder von diesem legendären Optokompressoren – teuer, wenig Knöpfe, Geheimwaffe. Mir fiel dabei kürzlich ein alter Schaltplan ein den ich mal bekommen hatte. Da noch ein altes Metallgehäuse auf Verwendung wartete baute ich den Kompressor einmal auf, hat ca. 10 Stunden gedauert. Das Schwierigste war die Öffnungen für die lider in die Alufront zu sägen.

Stereo Lowcost Opto Compressor backview
Stereo Lowcost Opto Compressor Rückseite

Die Konpression wird durch einen lichtempfindlichen Widerstand (LDR) geregelt. Vor dem LDR ist eine LED montiert, die in Abhängigkeit von der Pegelstärke aufleuchtet. Je heller die LED, desto niedriger die Verstärkung des Eingangssignales.

Man könnte die LED auch mit einer LFO füttern und hätte dann ein Tremolo. Allerdings sind LEDs relativ träge, Ringmodulatoreffekte sollte man nicht erwarten. Oder man schattet die LED mit den Händen zwischen Gerät und Schreibtischlampe ab und hat so etwas wie einen berührungslosen Pegel-Regler…

Für das Ganze braucht man nur 2 Opamps (4 für Stereo)

Ein Blick unter die Haube. An der Oberkante sieht man wie die LED direkt den LDR anleuchtet. Die LED für den anderen Kanal ist in der Mitte des Boards. Links sind noch 2 zusätzliche LEDs um die Kompressionsstärke an der Frontplatte anzuzeigen. Ich habe noch Attack/Release-Möglichkeiten drangebastelt. Geht sicher eleganter aber es funktioniert

Stereo Lowcost Opto Compressor inside
Stereo Lowcost Opto Compressor von Innen

Der Ganze Spass hat vielleicht (ohne Netzteil) 20 EUR gekostet. Hier ist der Schaltplan:

Schematic lowcost optical compressor
Schematic lowcost optical compressor