Stereo Delay / Downsampler

Stereo Chop Dub Delay

Altes Mischpult dient als ChopDelay Gehäuse
Ein alter, stabiler Mixer aus England mit eingebautem Netzteil

Das Ding zu entwickeln hat ungefähr eine dicke Woche (Vollzeit) gedauert. Ich wollte schon immer mal etwas in ein altes aber wertiges Mixergehäuse bauen das ich für 1 EUR in der Bucht erworben hatte. Da ich in dieser Zeit mit dem PT2399-Delay-IC herumexperimentierte und unbedingt mal einen midisteuerbaren Downsampler in Stereo wollte kam am Ende das hier dabei heraus: ein Stereodelay mit Downsampler und Gater, sicher kein Highend-Tool zum Mix-veredeln aber durchaus brauchbar und alles midisteuerbar.

Es wäre vielleicht sinnvoll gewesen die 3 Module (Delay, Downsampler, Chopper) in beliebiger Reihenfolge schaltbar zu machen, die Lochrasterplatine war aber recht schnell voll, vielleicht beim nächsten Projekt…

Finished Chop Delay circuit board
Die fertige Platine. Oben links der µController, oben rechts und mittig die Delay-Chips, unten die analogen Schalter und ein paar Operationsverstärker

Delay Unit

Nachdem ich im Netz einige überzeugende PT2399-Projekte gehört hatte bestellte ich mir in China eine Handvoll von den Dleay-ICs. Nach 3 Wochen ware sie dann da. Ich begann den bekannten „Echo base“-Schaltplan aufzubauen und mit Filtern im Feedback-Schleife zu experimentieren. Eigentlich sollte so eine schuicke Treble-Bass-Klangregelung rauskommen wie beim Bugbrand-Delay. Das war aber etwas schwieriger als erwartet und am Ende kam dann erstmal ein brauchbarer Bandpassfilter raus der recht schön nach Dub klang. Er lässt sich per Schalter auch auf ’neutral‘ stellen für weniger gefärbte Echos. Die Clippingdioden habe ich weggelassen. Wenn Verzerrungen angenehm klingen habe ich sie ganz gerne. Der Grad der Verzerrung lässt sich ja über den Pegel des Eingangssignales regeln.

Neben der manuellen Einstellung der Delayzeit für links und rechts gibt es eine zumischbare Doppel-LFO welche die Delayzeit moduliert das Signal schweben lässt. Die beiden LFOs kommen auch aus dem Microcontroller und werden per PWM (PulsWeitenModulation) integriert. Die beiden LFOs können in Sync oder auch zeitversetzt schwingen für breitere Stereoeffekte. Die Delayzeiten lassen sich per Midicontroller pushen für die typischen Delay-Pitch-Glitches.

Was unbedingt rein musste war ein ‚momentary‘-Switch. Zusammen mit der Eigenheit, den Delay-Ausgang IMMER mit dem trockenen Eingangssignal zu mischen (auch im Bypass-Modus) ergibt sich die coole Möglichkeit geziehlt kurze Passagen wie z.B. nur eine Snaredrum mit Delay zu versehen. Die ‚Delayfahne‘ dieser Snare erklingt dann zusammen mit dem ansonsten trockenen Signal des Loops. Dieser Taster ist auch per Midinote schliessbar. Natürlich kann das Delay auch per Schalter auf Dauerbetrieb gestellt werden.

Hier sind 2 mehr oder minder aussagekräftige Demos. Es sind noch einige Störgeräusche zu hören (falsches Bias des Signals zwischen den Modulen). Der Hardwarefehler wurde in der Zwischenzeit behoben.

Delay mit Verona ER-9
ChopDelay Vermona
DSI Prophet08 Arpeggiator
ChopDelay Prophet08
Die Prophet08-Demo auch als Video
Finished Chop Delay inside
Ein Blick in das Innenlebeny

Downsampler

Eine simple Samle-Hold Stufe die vom µController angesteuert wird. Links und rechts haben unabhängige Clocks die sich per Fader oder per Midicontroller steuern lassen. Der Downsampler hat auch einen ‚momentary‘-Switch um auf Wunsch geziehlt kurze Passagen down zu samplen. Natürlich geht das auch per Midinote.

Stereoping Chop Delay
Das fertige ChopDelay

Chopper, Gater, Zerhacker

Diese Einheit besteht aus 2 simplen analogen Schaltern (4066) die von eoner CLock aus dem Microcontroller angesteuert werden. Wenn die Schltaer geschlossen sind geht das Singal durch, wenn sie offen sind – richtig – hört man nichts. Ein 2ter Drehregler setzt die Aufhaltezeit. Wenn die Clockspeed hoch geregelt wird (in den Audiobereich) klingt das ganze ringmodulatorähnlich. Die Clack lässt sich auch mit Midi synchen auf 8tel oder 16tel.