Solin8 Teensy digital drumbox

Resteverwertung

Vom Schlachtfest eines Yamaha 8-Spur-Trackers war noch so ein schönes Mini-Faderboard übrig. Ausserdem lag schon seit Monaten dieser teensy2+ in der Schublade. Also ran an’s Werk.
 
Projektziel war ein 8-sample/8-bit Midi-Drumexpander auf Basis der creative commons DSP-8 Drumboxen von Jan Ostman (sein blog ist mittlerweile gelöscht?). Bei der Gelegenheit sollte auch gleich die Ostman-Arduino-Solina mit in’s Gehäuse. Daher der Name „SOLIN8“
 

3d-Druck

Um dem Faderboard eine Befestigungsmöglichkeit und Front zu verleihen wurde ein Modell in Cinema4D erstellt und der 3D-Drucker angeworfen. Die Verbindungsröhre zur Aufsteck-Solina sowie das Anschlusspanel der Rückseite kommen ebenfalls aus dem 3D-Drucker.

 

Gehäuse

Der Rest des Gehäuses wurde aus Multiplexplatte gezimmert – absichtlich mit angeschrägten Seiten.

 

Platine

Ein Teensy2+ und ein Arduino (nano) wurden über Buchsenleisten direkt auf Lochraster gesteckt. Der Teensy erlaubt wegen seines großen Flash-Roms gleich 4 Kits à 8 Sounds im Speicher unterzubringen.

 

Innenleben

Am Ende passte alles mechanisch ganz gut zusammen.

 

Rückseite

Die Kiste läuft mit irgendwas zwischen 7-15V DC und hört auf Midikanal 1 für die 4-stimmige Solina sowie auf Kanal 10 für die 8bit-Drums.

 

Vorderseite

Die Solina bietet 3 Regler für Envelope, Detune und Dephase.

Bei der Drumbox hat man die Wahl zwischen 4 Drumkits à 8 Sounds. Jeder Sound läßt beim antriggern die passende LED aufleuchten und ist im Pitch per Fader regelbar. Solange die Taste des aktuell gewählten Kits gehalten wird, werden die SOunds nur zu einem Drittel ihrer Länge abgespielt – ein Stutter Effekt.

Die 4 roten Taster erlauben Level und/oder Pitch Stufen per Velocity. Ein TURBO Mode überspringt optional die Programmier-Routine für die LED-Updates (Triggerflackern bei Auslösen eines Sounds). Als Konsequenz ist der gobale Pitch aller Drumsounds etwas höher. Zuletzt gibt es einen experimentellen VARI Mode. Je nach Stellung der letzten 3 Slider werden die Pitches per Envelope gebendet bzw. per SampleHold zufällig variiert.

Klanglich sollte man keine Wunder erwarten. Je nachdem wieviele Sounds gleichzeitig erklingen, fällt z.B. der globale Pitch ab weil die Hauptroutine länger zu berechnen dauert, es glitcht und strotzt vor Aliasing-Artefakten. Aber das soll ja auch den Reiz der 8 bit Maschine ausmachen.

 

Demo

folgt noch.