CRB Computer Drums – Midi Trigger Interface

CRB Computer Drums Frontansicht
CRB Computer Drums Frontansicht

Diese Kiste lag nun sicher schon 6 Jahre in der Ecke und wartete auf Wiederbelebung. Äusserlich eine schicke Maschine, Rythmusanwahl mit Schlafaugen-Schalter, wow. Innen aber nicht der wartungsfreunlichste Kandidat, viele Platinen – übereinander verschraubt – und ganze Kabelbäume. Der digitale Part war im Eimer, in Ermangelung eines Schaltplanes wurden die digitalen Innereien entfernt um wenigstens die analogen Drumsounds per Midi Trigger wieder zu beleben. Das war erstaunlich einfach.

CRB - unused parts
CRB – unused parts

Die Soundkarten von denen manche gleich 2 Sounds beherbergen sind ordentlich auf einem Motherboard aufgesteckt. Von diesem erhalten Sie die Versorgungsspannung und Triggersignale und geben ihren Klang an einen Mixer ab. Die Kabelfülle in der Computer Drums ist beeindruckend – ein Kabelbaum führt jeden Drumsound über je ein geschirmtes Kabel zu einem eigenen Kippschalter an der Frontplatte um den jew. Sound zu muten oder zum Mixer zu leiten. Stichwort muten: die CRB rauscht sehr stark, das meiste verschwindet wenn CY 1 & 2 gemutet werden.

CRB Computer Drums Voicecards
CRB Computer Drums Voicecards

Neun Sounds

  • Bassdrum – weich und fluffig. Alles andere als knackig
  • Snaredrum – sehr schön
  • Brush – langes Decay, so eine Art open Hihat
  • Cymbal 1 & 2 – zwei Variationen gefiltertes Rauschen, noch längeres Decay. Cymbal 2 ist sehr interessant gefiltert
  • Large und Small bongo – unspektakulär
  • Claves – tut was sie soll
  • Cowbell – auch nicht der Megabringer

(Klangbeispiel folgt noch.)

CRB inside: links oben die Handclap, darunter das Midi Trigger interface
CRB inside: links oben die Handclap, darunter das Midi Trigger interface

Trigger interface

Die meisten der Drumsounds lassen sich über Velocity spielen, sind also anschlagsdynamisch. Daher verbaute ich eine weitere der ersten Testplatinen des ‚MTV – Midi Trigger Velo‘ Interface. Es hat Eurorack-Formfaktor, vielleicht wird es mal im Shop erscheinen. Die CRB hat 9 Sounds, das Interface aber nur 8 Kanäle. Hmmm … Cymbal reagiert nicht auf ADYN, die LEDs des Interface brauchte ich nicht, also wurde ein paar Pins des Prozessors für on/off Triggersignale missbraucht. Das bedeutete ich hatte noch ein paar Pins übrig. Ausserdem war noch Platz im Metallgehäuse – Platz für eine …

DR-110 Handclap

Sound ist immer Geschmackssache, insgesamt klingt die CRB ganz homogen wenn auch nicht allzu spektakulär oder wiedererkennbar. Das Triggerinterface hatte noch ein paar Kanäle übrig. Ich dachte mir eine Handclap passt ganz gut zu dem Ganzen. Also habe ich die sehr einfache DR-110 auf Lochrasterplatine dazugebaut. Sie hat 2 verschiedene Komponenten: ein sehr kurzes ‚Knacken‘ (‚CP1‘) und etwas längeres Knacken mit einer kurzen Rauschfahne (‚CP2‘). Wird nun kurz hintereinander 2 x CP1 und 1 x CP2 ausgelöst ergibt das den typischen Clapsound. In TR-808 und TR-909 wird diese Abfolge mit Bauteilen nachgebildet, in der DR-110 und hier wird die Abfolge der Triggersignale von einem Prozessor erzeugt. Ich habe daher auch die beiden Einzelsounds separat triggerbar gemacht. Eine Taste der Klaviatur ruft also CP1 auf, eine Taste für CP2 und eine Taste für die Abfolge CP1,CP1,CP2. (Hmmm, man könnte doch auch die Velocity der Midinote nutzen um die Zeit zwischen den Cracks zu modulieren…? Das muss ich mal ausprobieren.). Der Mischung der beiden Sounds ist noch ein Bandpassfilter nachgeschaltet. Dessen Frequenz ist sehr einfach regelbar indem man anstatt der 33k für R128 ein Poti verwendet, z.B. 50k.

CRP Computer Drums Demovideo