Analoger DIY 16-step-sequencer

16 Step analogue Sequencer in total
16 Step Analog-Sequencer

Ein Kumpel hat mich mit dem Gedanken infiziert aus einem dieser billigen LED-Lauflichtmodule einen Analogsequencer zu bauen. Nach ein wenig experimentieren wurde das Projekt größer als ich dachte. Nachdem ich mit dem Teil ein paar Monate gearbeitet hatte verlor ich ein wenig die Lust daran, irgendwie ist mir das alles zu zufällig und unstrukturiert was Komposiitonsprozess und Reproduzierbarkeit anbelangt. Ich habe den Sequencer mittlerweile an einen netten Menschen in Japan verkauft.

Er hat 3 Reihen à 16 Schritten. Für jeden Schritt kann man per Schalter wählen ob Gate on oder off sein soll und global die Gatelänge einstellen. Für den Hauptkanal kann die Gatelänge auch per Steuerspannung moduliert werden. Über eine DIN-Sync Buchse synct er auch per Standard DIN-Sync. Der Sequencer ist auf Wunsch teilbar in 2 x 8 Schritte. Für jede der beiden 8-Schritt Seiten gibt es einen Last-Step-Drehschalter der beim erreichen des Last Step diejeweilige Sequencer-Seite entweder zur anderen Hälfte springen lässt (16 Step) oder die jew. Seite wieder von vorn spielen lässt (2×8 Steps).

16 step sequencer inside
16 step Sequencer Innenleben

Alles handverdrahtet aber zuverlässig. Links hinten ist die Logik mit zwei 4069 Chips aus 2 sehr billigen LED-Lauflicht Fertigmodulen. Links vorne die Impedanzwandler um die eingehenden Signale für Trigger/Reset/cv auf die richtige, definierte Spannung zu bringen. Rechts ist die Schaltung für die parallel/serial-Logik (mit 4053 Schaltern), die Haupt-CV-Ausgänge (Scale/Offset/Glide) und die Gates.

assembling the frontpanel into a 30 year old woodbox
Uralte aber schicke Holzbox als Gehäuse recyclet

Die Holzkiste ist locker 40 Jahre alt und war mal ein Mikroskop-Transportkoffer den ich schon Jahrzehnte herumfliegen hatte. Die Front wurde bei Schaeffer Apparatebau gefertigt.

16step Sequencer - functionblocks left side
16step Sequencer – Funktionsblöcke linkeSeite

Linke Seite Bedienpanel

Schauen wir uns erstmal das Bedienpanel unten an. Erstmal kann man sich entscheiden ob das Ding per interner Clock von selber laufen soll oder per externer Clock/Reset angesteuert werden soll. Die Clock ist eine simpler 5V-Impuls der den Sequencer einen Schritt weiterlaufen lässt. Der Vorteil einer manuellen Triggerung von aussen ist, daß der Sequencer dann auch shuffeln/swingen kann und man beliebige Rhythmen, Triolen, 16tel und 8tel gemischt und sonstwas laufen lassen kann.

In der oberen Reihe wählt man mit dem rechten Schalter ob man 16 Steps oder 2×8 Steps will, in letzterem Fall ist der Sequencer in der Mitte geteilt und man hat quasi 2 unabhängige Sequencer die auch – über die ‚inactive Outputs‘ – separate CV-/Gate-Ausgänge haben.

16step Sequencer - functionblocks right side
16step Sequencer – Funktionsblöcke rechte Seite

Bedienpanel rechts

Die Sequencerreihen A und B können Gliden, sind skalierbar bis 10 Volt und haben auch einen einstellbaren Offset. Es gibt eine optionale Quantisize-Funktion in Form eines Doepfer-Modules das die Ausgangsspannungen auf klare Notenwerte quantisiert. Reihe C gibt immer maximal 5 Volt aus. Wie oben erwähnt geben die ‚inactive‘ Outputs die Spannung der inaktiven Seite aus wenn der Sequencer im 2×8-Modus läuft. Die Umschaltung welche Seite die ‚Aktive‘ ist kann auch extern per Steuerspannung erfolgen.

Der Sequencer wird angetriggert von einem MCV-8 (Midi/CV-Interface) das von der RS7000 befeuert wurde. Die Umschaltung der aktiven Seiten im 2×8-Modus erfolgt auch über das Interface per Midi-Note. Synths ist ein Jupiter4, Drums MFB-502.

Sequencerdemo